BIOFA Holzlasur Aqua lösemittelfrei – Transparentes Finish für Holz im Innen- und Außenbereich
Die BIOFA Holzlasur Aqua 5201 / 52011 ist eine wasserverdünbare, lösemittelfreie Holzlasur für dekorative und schützende Anstriche im Innen- und Außenbereich. Sie bildet eine transparente, seidenglänzende Oberfläche, die die Holzstruktur sichtbar lässt und gleichzeitig gegen Witterung, Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Die Lasur ist für viele Einsatzbereiche geeignet: von Fenstern und Türen über Holzfassaden und Zäune bis hin zu Innenausbau und Möbelaußenflächen. Dank der speziellen Rezeptur mit pflanzlichen Ölen, Fettsäuren und mineralischen Pigmenten verbindet sie hochwertige Optik mit praxistauglichem Oberflächenschutz.
Warum die BIOFA Holzlasur Aqua überzeugt
Für viele Holzoberflächen im Innen- und Außenbereich
Die Holzlasur Aqua ist für Hart- und Weichhölzer gleichermaßen geeignet und kann auf Holz, Dreischichtplatten, FU-, MDF- und OSB-Platten verarbeitet werden. Typische Anwendungen sind Fenster, Türen, Holzfassaden, Zäune, Fachwerk, Innenausbau und Möbelaußenflächen. Auch die Außenflächen von Bienenbeuten können mit der Lasur behandelt werden. Die Variante 5201 farblos ist für den Innenbereich konzipiert, 52011 farbig kann innen und außen eingesetzt werden. Nicht geeignet ist die Lasur für Möbelinnenflächen sowie Flächen in Feuchträumen mit direkter Wasserbelastung.
Lösemittelfrei, wasserverdünnbar und emissionsarm
BIOFA Holzlasur Aqua ist lösemittelfrei und mit Wasser verdünnbar. Sie enthält u. a. Ricinusöl, Distelöl, Holzöl, eine Harzverkokung aus Kolophoniumharzester mit Sojaölfettsäure sowie mineralische Pigmente (je nach Farbton). Mit einem VOC-Gehalt von max. 15 g/l und der Emissionsklasse A+ ist die Lasur besonders für Wohnräume geeignet, in denen ein angenehmes Raumklima gewünscht ist. Sie ist volldeklariert und besteht zum Großteil aus nachwachsenden und mineralischen Rohstoffen, ohne dabei auf eine leistungsfähige Beschichtung zu verzichten.
Wetterbeständig und elastisch für belastete Flächen
Die Lasur bildet eine wetterbeständige, hochelastische und wasserabweisende Oberfläche, die in technischen Bewitterungsanlagen und in der Freibewitterung geprüft wurde. Sie ist diffusionsoffen, sodass Feuchtigkeit aus dem Holz entweichen kann, und reduziert die Anfälligkeit für Risse und Abplatzungen. Auf sägeraue Hölzer aufgetragen wirkt der Farbton intensiver, glatte geschliffene Flächen erscheinen gleichmäßig transparent. Die Lasur ist thermoplastisch, daher sollten frisch beschichtete Flächen bei erhöhten Temperaturen und Druck nicht gestapelt werden.
Geprüfte Sicherheit für Kinderspielzeug und Innenräume
Die getrockneten Lasurflächen erfüllen die EN 71, Teil 3 (Sicherheit von Kinderspielzeug) sowie die DIN 53160 (Schweiß- und Speichelechtheit). Damit eignet sich die Holzlasur auch für Holzflächen, mit denen Kinder in Berührung kommen können, wie z. B. Spielgeräte im Innenbereich oder Möbelaußenflächen. Die geringe Geruchsbelastung nach dem Trocknen und die gute Einstufung in der Raumluftemission unterstützen ein angenehmes Wohnumfeld.
Das macht die Oberfläche besonders
Die BIOFA Holzlasur Aqua sorgt für ein hochwertiges, dekoratives Finish und verbindet Schutzwirkung mit einer natürlichen Holzoptik:
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Transparent und seidenglänzend: Die Holzmaserung bleibt sichtbar und wird optisch vertieft
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Diffusionsoffen: Lässt Feuchtigkeit aus dem Holz entweichen und trägt zu dauerhaft stabilen Oberflächen bei
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Wasser- und schmutzabweisend: Regen und Verschmutzungen perlen ab, die Flächen lassen sich gut reinigen
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Antistatisch: Zieht weniger Staub an und bleibt optisch länger ansprechend
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Weiße Lasur gegen Nachdunkeln: Helle Farbtöne, insbesondere weiß, verzögern oder überdecken das Nachdunkeln heller Hölzer im Innenbereich
Farbtöne, Ergiebigkeit und BIOFA Qualität
BIOFA Holzlasur Aqua ist ab Werk nach dem BIOFA Filuc-Farbfächer in vielen Farbtönen erhältlich. Die bunten Lasuren können untereinander gemischt werden, im Innenbereich auch mit der farblosen Variante 5201. Der endgültige Farbton entwickelt sich nach vollständiger Trocknung. Die Lasur ist sehr ergiebig: je nach Untergrund und Auftrag liegen die Verbräuche im Bereich von ca. 9–18 m²/l pro Anstrich auf glatten Holzoberflächen.
Entwickelt und produziert in Bad Boll steht BIOFA für klare Inhaltsstoff-Deklaration und technische Qualität. Die Lasur erfüllt die Voraussetzungen für QNG-Ready und die Qualifikation für KfW-Förderprogramme wie „Klimafreundliches Wohngebäude/Nichtwohngebäude“. So erhalten Sie eine professionelle Holzlasur, die optische Ansprüche und technische Anforderungen bei Neubau und Renovierung gleichermaßen erfüllt.
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
BIOFA Naturprodukte W. Hahn GmbH
Dobelstraße 22
Bad Boll, Deutschland, 73087
info@biofa.de
https://www.biofa-de.com/
Anwendung
BIOFA Holzlasur Aqua ist eine wasserverdünnbare Lasur aus natürlichen Rohstoffen (mind. 95 % nachwachsend/mineralisch) für Hart- und Weichhölzer im Innen- und Außenbereich. Sie erzeugt wetterbeständige, seidenglänzende, elastische, wasserabweisende und diffusionsoffene Oberflächen. Geeignet u. a. für Fenster, Türen, Holzfassaden, Zäune, Fachwerk, Innenausbau, Möbelaußenflächen sowie Außenflächen von Bienenbeuten. Hinweis: 5201 farblos ist nur für innen geeignet; 52011 farbig für innen und außen. Lasurfarbtöne erreichen ihr endgültiges Farbbild nach vollständiger Trocknung.
Vorbereitung
- Die Untergründe müssen trocken (Holzfeuchte unter 12%), tragfähig und sauber sein.
- Gut haftende Altanstriche anschleifen, reinigen und auf Eignung prüfen.
- Alte, lose Anstriche entfernen, Untergrund anschleifen und reinigen.
- Vergraute, verwitterte Holzoberflächen bis auf das gesunde, tragfähige Holz abschleifen und gründlich reinigen.
- Austretende Holzinhaltsstoffe wie z. B. Harze oder Harzgallen entfernen.
- Wo gefordert oder nötig wird im Außenbereich mit handelsüblichem Bläuesperrgrund vorbehandelt.
- Mehrschichtplatten aus Holz im Außenbereich müssen fungizid grundiert werden.
- Gerbsäurehaltige Hölzer (z.B. Eiche) oder Tropenhölzer (z.B. Framire) vor der Erstbehandlung mit Terpentinersatz oder Spiritus gründlich abwaschen, über Nacht gut trocknen lassen und Zwischenschliff durchführen.
Verarbeitungsschritte
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Grundanstrich:
BIOFA Holzlasur gründlich aufrühren und im Streich- oder Spritzverfahren auftragen. Nur weiche, langhaarige, gesplisste Acryllack- bzw. Acryllasurpinsel (keine Naturfaserborsten) verwenden. Die Holzlasur dünn und gleichmäßig in Faserrichtung des Holzes auftragen und gut ausstreichen. Läufer und Nasen immer gleich vertreiben. Abgeschlossene Felder und Flächen immer zuerst komplett fertig streichen.
Bei Außenverschalungen werden noch nicht montierte Fassadenbretter allseitig mit der Holzlasur eingelassen. Hirnholzflächen sind gegen Wasseraufnahme durch mehrmaligen Anstrich besonders zu schützen. Im Innenbereich kann der Holzlasur zur besseren Trocknung und Schleifbarkeit bis 10 % BIOFA Holzveredelung 5005 zugegeben werden.
Nach Durchtrocknung des 1. Anstriches die Oberfläche mit feinem Sandpapier (240er Körnung) oder feinem Schleifpad ohne Kantenverletzung anschleifen und Schleifstaub gut entfernen. Die bunten Holzlasuren können in jedem beliebigen Verhältnis untereinander oder im Innenbereich mit farbloser Lasur gemischt werden.
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Zwischen- und Schlussanstrich:
Im Außenbereich noch 2 Anstriche unverdünnt auftragen. Im Innenbereich je nach Bedarf. Bei Benetzungsproblemen der nächsten Beschichtung die Oberfläche fein anschleifen und mit Spiritus abreiben.
Bei Streichpausen und nach Abschluss der Streicharbeiten Pinsel in unverdünnten BIOFA Pinselreiniger 0600 stellen, und vor erneutem Gebrauch mit Wasser gut auswaschen. Dauerelastische Dichtungsmassen (z.B. bei Fenstern) auf Verträglichkeit prüfen.
Fenster und andere bewitterte maßhaltige Bauteile innen und außen grundsätzlich dreimal beschichten.
Neues Holz im Außenbereich muss innerhalb von 14 Tagen bzw. vor dem Einbau einen Grund- und Zwischenanstrich erhalten. Den Endanstrich innerhalb von 4 Wochen nach Einbau aufbringen. Bei optimaler Anstrichausführung beträgt die Haltbarkeit je nach Beanspruchung (Wetterseite, Holzart, Farbton, Umwelteinflüsse) mind. 2 Jahre. Bei extrem stark belasteten Flächen muss evtl. früher nachgestrichen werden.
Spritztechnische Verarbeitung:
Nur mit reinem Druckluftsystem und Becherpistole verarbeiten. Luftdruck ca. 3 bar, Düsendurchmesser mind. 1,7 mm. Die Holzlasur kann für den Innenbereich bis zu 30 % und für den Außenbereich bis zu 10 % mit Wasser verdünnt werden.
Wichtig
- Vorversuche durchführen!
- Während der Verarbeitung und Trocknung im Innenbereich für gründliche Belüftung sorgen.
- Nicht unter 12 °C, hoher Luftfeuchtigkeit oder Feuchtigkeitseinflüssen sowie bei direkter Sonneneinstrahlung an heißen Sommertagen verarbeiten.
- Gebinde mit gleichem Farbton aus unterschiedlichen Chargen vor der Verarbeitung mischen!
- Nicht mit weichmacherhaltigen Kunststoffen, Dichtstoffen oder Dichtprofilen in Berührung bringen!
- Die Anstriche sind thermoplastisch und deshalb bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck nur begrenzt stapelfähig und blockfest!
Reinigung, Pflege und Auffrischung
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Reinigung der Arbeitsgeräte: Sofort nach Gebrauch Arbeitsgeräte in unverdünnten Pinselreiniger 0600 stellen, und am nächsten Tag mit Wasser gründlich auswaschen. Evtl. Waschvorgang wiederholen, bis Borsten frei von öligen Rückständen sind. Spritzgeräte mit einer Mischung aus 1 Teil Pinselreiniger und 10 Teilen Wasser gründlich spülen. In hartnäckigen Fällen BIOFA Verdünnung 0500 verwenden.
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Reinigung und Pflege der Oberflächen: Die Lasuroberflächen nur mit lauwarmem Wasser und mildem, verdünntem Reinigungsmittel, z. B. BIOFA NACASA Universalreiniger 4010, reinigen. Scharfe Reiniger, Seifenlaugen, Salmiaklösungen sowie stark scheuernde Putz- und Reinigungsmittel und Geräte (Mikrofaser) sind unbedingt zu vermeiden.
Wir empfehlen, bewitterte, maßhaltige Bauteile wie Fenster, Türen etc. ab dem 2. Jahr ein- bis zweimal jährlich nach einer Reinigung mit NACASA 4010 zu kontrollieren und kleinere Schäden sofort auszubessern. Notwendige Renovierungsanstriche nicht zu lange hinausschieben, bevor Schäden wie Pilzbefall, Blasenbildung, Vergrauung, Abblättern, Rissbildung etc. entstehen.
Um eine längere Haltbarkeit der Lasuroberflächen zu erzielen, empfehlen wir eine Pflege mit dem BIOFA Lasurauffrischer 5295 (bitte das Technische Merkblatt von 5295 beachten).
Trocknung
Der Anstrich ist nach 5-8 Std. staubtrocken, und nach 16-24 Std. schleif- und überstreichbar (20°C und 50-55 % rel. Luftfeuchte).
Trocknungsverzögerungen durch niedrige Temperaturen, hohe Luftoder Untergrundfeuchte sowie auf gerbsäurehaltigen Hölzern und Tropenhölzern sind möglich
Verbrauch / Ergiebigkeit
Die Verbrauchsmenge ist stark von der Saugfähigkeit und Beschaffenheit des Untergrundes abhängig. Auf glattem, geschliffenem Holz
ergeben sich folgende Durchschnittswerte:
- 1. Auftrag: 80-110 ml/m2 bzw. 9-12 m2/l
- 2. Auftrag: 60- 80 ml/m2 bzw. 12-16 m2/l
- 3. Auftrag: 55- 75 ml/m2 bzw. 13-18 m2/l
Bei sägerauem Holz kann der Verbrauch das 2-2,5fache betragen!
Werkzeug-Empfehlung
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009909 / 009910 / Flachpinsel 40 mm / 60 mm für wässrige Produkte
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0600 BIOFA Pinselreiniger zum Reinigen der Arbeitsgeräte
Inhaltsstoffe
Wasser, Ricinenöl, Distelöl, Holzöl, Verkochung von Kolophoniumharzester mit Sojaölfettsäure, Emulga-tor, Pigmente je nach Farbton, mehrwertiger Alkohol, Oberflächenadditiv, Mangan- und Eisen-Trockner, Verdickungsmittel, Silbersulfat
Lagerung & Entsorgung
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Lagerung: Kühl, trocken und gut verschlossen lagern. Hautbildung möglich – vor erneutem Gebrauch entfernen; Lasur ggf. durchsieben. Mindesthaltbarkeit unangebrochener Gebinde 2 Jahre!
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Entsorgung: Flüssige Produktreste und nicht restentleerte und gereinigte Gebinde bei Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben bzw. nach den jeweils örtlichen/nationalen gesetzlichen Bestimmungen entsorgen. Kleine Restmengen und getränkte Arbeitsmaterialien können nach dem Austrocknen mit dem Hausmüll entsorgt werden. Nur restentleerte und gereinigte Gebinde zum Recycling geben.
- EAK-Abfallschlüssel nach europäischem Abfallverzeichnis: 08 01 12
Gefahren- und Sicherheitshinweise
- Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
- Mit Produkt getränkte Arbeitsmaterialien und Kleider wässern und auf unbrennbarem Untergrund ausgebreitet trocknen lassen – (Selbstentzündungsgefahr durch hohen Gehalt trocknender Öle!). Produkt an sich ist nicht selbstentzündlich!
- Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
- Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
- Augen und Haut vor Kontakt schützen. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut mit viel Wasser abwaschen.
- Bei Spritzverarbeitung den Spritz- und Sprühnebel nicht einatmen und geeigneten Atemschutz (Kombifilter A2/P2) und Schutzbrille tragen.
- Bei Schleifarbeiten Atemschutz (Staubfilter P2) verwenden.
- Nicht in Kanalisation, Gewässer oder Erdreich gelangen lassen.
- Bei großflächiger Anwendung im Innenbereich kann kurzfristig eine leicht erhöhte Geruchsbelastung auf-grund von Naturstoffen auftreten.
VOC-Kennzeichnung gemäß Decopaint-Richtlinie und ChemVOCFarbV: EU-Grenzwert (Kat. A/e): 130 g/l (2010). 5201, 52011 enthalten max. 15 g/l VOC